To view the site correctly, please download from the link below the latest version of Adobe Flash Player.

Get Adobe Flash player

ΕλληνικάEnglishDeutschFrenchItalian

If you not change browser settings, you agree to it. Learn more...

"I accept"
Home Spinalonga
Die Geschichte der insel Spinalonga Drucken E-Mail

Die Insel Spinalonga (abgeleitet aus dem Lateinischen spina = Dorn und longa = weit) liegt an der Einfahrt des Golfes von Elounda. Der Sage nach wurde die Insel nach dem bekannten Adelsfräulein Longa benannt, das die Festung bewohnte. Die Insel umfasst eine Fläche von 85.000 m2 und liegt 53 m ü.M. Ihr griechischer Name ist Kalydonia. In der Antike befand sich dort die Festung Oloundion, die dort erbaut wurde, um den Hafen der antiken Stadt Olounda (heute: Elounda) zu schützen.

Im Jahr 1579 errichteten die Venezier eine sichere Festung auf den Ruinen der antiken Festung. Diese Festung war eine der bedeutendsten Festungen Kretas und galt als undurchdringbar. Sie befand sich auch nach der Besetzung Kretas durch die Türken im Jahr 1669 unter venezianischer Herrschaft. In dieser Zeit wurden dort auch die Kirchen zu Ehren des Heiligen Panteleimon und des Heiligen Georgios erbaut.

Während des Kretanischen Kriegs (1645-1669) flüchteten viele Flüchtlinge und Revolutionäre, die sog. Hainiden, nach Spinalonga und setzten von dort aus ihren Kampf gegen die Türken fort. Spinalonga war der letzte Teil Kretas, den die Türken eroberten, und dies erst im Jahr 1715.

In den ersten Jahren der türkischen Herrschaft wird die Festung isoliert und dient als Verbannungs- und Aussetzungsort. Im 19.Jhdt. ändert sich jedoch die Situation und der Hafen von Spinalonga gewinnt an Bedeutung. Die Einwohnerzahl der Insel steigt an, wobei sie hauptsächlich von Händlern und Seeleuten bewohnt wird, die von der Sicherheit und der durch die Festung geschützten Siedlung profitieren und die Handelswege des östlichen Mittelmeers nutzen.

Es wird angenommen, dass Spinalonga 1834 von 80 Familien bewohnt wurde, während sich 1881 bereits 227 Familien dort befanden. Die Gebäude waren meist zweistöckige Häuser mit hoher Ummauerung sowie Handelsgeschäfte mit großen Eingangstüren.

Das Leben dieser Siedlung wurde in den letzten Jahren des 19.Jhdt. plötzlich durch die griechische Revolution unterbrochen, durch die die Türken gezwungen waren, die Insel zu verlassen.

1903 beschloss die Kretanische Regierung, die Insel als Station für die an Lepra erkrankten Kretaner zu nutzen, während in den darauffolgenden Jahren die Leprakranken ganz Griechenlands auf der Insel isoliert wurden.

Das Leprakrankenhaus verfügte über einen Direktor, einen Arzt, Krankenpersonal, einen Aufseher, Reinigungskräfte, eine Finanzabteilung und einen Priester. Die Kranken erhielten Gelder von der Stadt, um sich die notwendigen Lebensmittel kaufen zu können; die Lebensmittel wurden auf einer Art Markt verkauft, der täglich auf dem Hafensteg der Insel stattfand. Daran nahmen auch die Einwohner der umliegenden Gegenden teil, die dort ihre bestmöglichen Erzeugnisse verkauften, um mit den Einnahmen ihre Familien zu unterhalten. Die Waren, die auf dem Markt nicht verkauft wurden, wurden als verseucht angesehen und durften nicht zurückgebracht werden, so dass alle nicht verkauften Waren ins Meer geworfen wurden. Zu dieser Zeit stützte sich die Wirtschaft der umliegenden Gegend auf die Insel. Die Kranken bewohnten die Gebäude der türkischen Siedlung sowie moderne Gebäude, die in den 30er Jahren erbaut wurden. Ein Großteil des venezianischen Forts wurde 1939 durch eine Dynamitsprengung zerstört, um die umlaufende Straße zu erschließen, die es heute auf der Insel gibt. Das Leprakrankenhaus war bis 1957 in Betrieb.

Heute kann man die Insel mit einem der Boote erreichen, die von der Strandsiedlung Plaka abfahren. Es wird angenommen, dass diese Siedlung von einigen Einwohnern der Gegend nach Eröffnung des Leprakrankenhauses errichtet wurde, da die Leprakranken vom Strand in Plaka aus gegenüber auf die Insel gebracht wurden.